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Der beste Zeitpunkt, um mögliche Risikofaktoren auszuschalten, ist vor der Schwangerschaft. Frauen mit Kinderwunsch sollten deshalb unbedingt ihren Impfschutz überprüfen und in weiteren Tests feststellen lassen, ob sie gegen diverse Infektionskrankheiten immun sind. Wenn dies nicht der Fall ist oder Sie bereits schwanger sind, können Sie mit den jeweiligen Befunden zumindest versuchen, Gefahren aus dem Weg zu gehen. Nehmen Sie die nachfolgend geschilderten Symptome ernst und suchen Sie frühzeitig einen Arzt auf, um das Risiko für Ihr Kind so gering wie möglich zu halten.
Nicht rauchen! Raucherinnen hören am besten schon vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen auf, da Nikotin die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Das gilt übrigens auch für den Partner: Studien haben gezeigt, dass Tabak die Beweglichkeit der Spermien mindert. Zu Beginn der Schwangerschaft rauchen in Deutschland zwischen 20 und 30 Prozent der Frauen. Etwa die Hälfte von ihnen schafft es, ihre Sucht zumindest neun Monate lang zu bekämpfen. Mit dem Argument, beim Rauchstopp habe das Kind unter Entzugserscheinungen zu leiden, schränken manche Frauen ihren Zigarettenkonsum lediglich ein. Diese Theorie entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. Nichts schützt das Ungeborene (und die Mutter) so gut wie der komplette Verzicht! Während der Schwangerschaft führt jede Zigarette zu einer Unterentwicklung des Ungeborenen. Gleichzeitig steigt das Risiko von Fehl- und Totgeburten sowie Säuglingstod. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, erkranken häufiger an Allergien, Asthma und später einmal an Krebs. Rauchen verursacht Wachstumsstörungen, Zellschäden und psychische Probleme – Kinder von rauchenden Müttern sind drei Mal häufiger verhaltensauffällig und hyperaktiv als Kinder von nicht rauchenden Müttern. Ihrer und der Gesundheit Ihres Kindes zuliebe sollten Sie besser heute als morgen mit dem Rauchen aufhören! Karies und Parodontose Durch die hormonelle Umstellung leiden viele Schwangere unter Entzündungen des Zahnfleisches. Bleibt die Parodontitis unbehandelt, steigt das Risiko, dass das Baby zu früh oder mit einem zu geringen Geburtsgewicht auf die Welt kommt. Etwa 20 Prozent aller Frühgeburten lassen sich auf eine Zahnbetterkrankung der Mutter zurückführen. Doch das wissen nur die wenigsten! Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zahnärztetags ergab, sind 86 Prozent der werdenden Mütter nicht über den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Schwangerschaft informiert. Am besten lassen Sie es gar nicht so weit kommen. Nutzen Sie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, deren Kosten die Krankenkassen ein Mal im Jahr übernehmen und die auch die Entfernung des Zahnsteins beinhalten. Darüber hinaus sollten Sie auch selbst tätig werden. Putzen Sie zwei bis drei Mal pro Tag Ihre Zähne und reinigen Sie abends zusätzlich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide. So schützen Sie sich vor Parodontose und Karies. Die richtige Zahnpflege ist auch nach der Geburt für Mutter und Vater oberste Pflicht, da Karies ansteckend ist und in erster Linie durch Speichel (Schnuller, Besteck) übertragen wird.
Reisen während der Schwangerschaft
Wenn Ihr Arzt und/oder die Hebamme keine Einwände haben, können Sie auch während der Schwangerschaft entspannt Ihre Urlaubsreise genießen. Einige Mediziner raten dazu, während der ersten drei Schwangerschaftsmonate auf Flugreisen zu verzichten, da sich der Embryo noch nicht fest in der Gebärmutter eingenistet hat. Nach der 36. Woche und bis zu sieben Tage nach der Entbindung sollten Sie keinesfalls fliegen. Bevor Sie eine Flugreise buchen, erkundigen Sie sich nach den Bestimmungen der Fluggesellschaft, da manche Airlines Schwangere schon ab der 32. Woche nicht mehr an Bord lassen. In der Zeit dazwischen können Sie jedoch unbedenklich fliegen. Da Sie während der gesamten Schwangerschaft ein erhöhtes Thromboserisiko haben, sollten Sie im Flugzeug auf ausreichende Beinfreiheit achten, zwischendurch immer mal wieder umherlaufen und zur Sicherheit Kompressionsstrümpfe tragen. Chronische Krankheiten Frauen, die unter Diabetes, Bluthochdruck, Asthma, Schilddrüsenstörungen oder anderen chronischen Erkrankungen leiden, haben heute dank des medizinischen Fortschritts gute Chancen, eine normale Schwangerschaft zu erleben und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Dennoch gelten sie als Risikoschwangere, die eine individuelle medizinische Betreuung benötigen und erhalten. Da die meisten chronisch kranken Frauen dauerhaft auf Medikamente angewiesen sind, sollten sie ihren Kinderwunsch bereits vor der Schwangerschaft mit dem behandelnden Arzt besprechen. Manche Medikamente dürfen und müssen auch während der Schwangerschaft eingenommen werden, andere bergen Gefahren für das ungeborene Kind und müssen durch andere Präparate ersetzt werden. Die Betroffenen sollten sich vor und während der Schwangerschaft umfassend bei Ärzten und Krankenkassen informieren. Welche
Sportarten sind zu empfehlen?
Stress vermeiden Jetzt wächst ein neues Leben heran – wenn das kein Grund zur Freude ist! Genießen Sie die Zeit und sorgen Sie für die nötige Entspannung. Auch wenn Stress und Hektik im Alltag nicht immer zu vermeiden sind, sollten Sie sich mehr Ruhe gönnen als sonst. Delegieren Sie Aufgaben, die bisher in Ihren Zuständigkeitsbereich fielen, an andere Menschen in Ihrem Umfeld. Schließlich müssen Sie nicht nur an Ihre Gesundheit denken, sondern auch an die Ihres Kindes. Zum Wohlbefinden gehört auch Bewegung. Sanfte Ausdauersportarten an der frischen Luft halten nicht nur den Körper fit, sondern bringen auch den Kreislauf in Schwung, schützen vor Erkältungen und Infektionen und machen gute Laune. Schlafen Sie viel, um Kraft für die Geburt zu sammeln, und bereiten Sie sich bewusst auf Ihren neuen Lebensabschnitt vor. |
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